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Titelbeschreibung
Kobell, Wilhelm von - 1766 Mannheim - München 1855:
Stehenden und liegendes Pferd, im Hintergrund ein Gutshof, nach einer Radierung von K. Dujardin. _. Bleistift, mit doppelter Bleistiftlinie umrandet, auf Bütten, unten bezeichnet ?nach Dujardin von W. Kobel?; auf braunen Papier montiert, dort links unten bezeichnet ?W. Kobel.?. 18,7:13,7 cm. Es ist bekannt, daß Kobell verschiedentlich Radierungen (Aquatinta) anfertigte, so nach holländischen Meistern wie D. Maes (1659-1717), W. Romeyn (1624-1694), J. Ruisdael (1628/209-1682), P. Wouwerman (1619-1668), aber auch nach J. le Ducq (1629-1676/77) oder C. Lorrain (1600-1682) (vgl. Andreas Andresen, Handbuch für Kupferstecher I, Hildesheim/New York 1982, S. 760 ff.). Es waren gerade diese Kopien, die zunächst seinen Ruf als Künstler begründeten. K. Dujardin (1622-1678) hatte, wie andere der sogenannte ?italo-holländische? Maler der Utrechter-Schule, Vorbildcharakter. Daher ist nicht auszuschließen, daß Kobell dessen Kompositionen auch als Vorlage für graphische Reproduktion wählte (vgl. Wichmann 1970, S. 35, S. 106). In seinen Schlachtenbildern bzw. Darstellung von Reitergefechten nutze Kobell ein solches am Boden liegendes, verwundetes oder sterbendes Pferd als wichtiges Gestaltungselement, das meist, wie in unserem Blatt, den Vordergrund bestimmt (vgl. Wichmann 1970, Kat. Nr. 469, 848 und 850). Wilhelm von Kobell war zunächst Schüler der Mannheimer Zeichnungsakademie. 1792 von Kurfürst Karl Theodor zum Hofmaler ernannt, zog er 1793 nach München, wo er - von wenigen Auslandsaufenthalten abgesehen (Wien 1809, Paris 1810) - bis zu seinem Tod ansässig war. 1814 erfolgte die Berufung zum Professor für Landschaftsmalerei an der Münchener Akademie, die er bis 1862 führte. 1817 wurde dem Künstler die persönliche, 1833 der erbliche Adel verliehen. Kobell zählt zu den wichtigsten Münchner Künstlern, der Hauptwerke des Biedermeier schuf.
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